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EL-MOTION 2021

Nachlese.


Das war die EL-MOTION 2021:

Konsequent ambitioniert – nachhaltig erfolgreich!


Mit knapp 300 Teilnehmern und zahlreichen Ausstellern ist am 27./28. Jänner 2021 die 11. EL-MOTION über die Bühne gegangen – Covid-19-bedingt heuer erstmals als digitaler Fachkongress per Live-Stream und virtueller Begleitausstellung.Der von der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK), dem Klima- und Energiefonds und dem Österreichischen Städtebund ausgerichtete Fachkongress zum Thema E-Mobilität stand heuer ganz im Zeichen der nachhaltigen Transformation der österreichischen Wirtschaftsverkehre.

Dabei stellte der Kongress neben der E-Mobilität für Flottenbetreiber, KMU und kommunale Betriebe sämtliche Bereiche dieser vielfältigen Themenlandschaft ins Rampenlicht. So spannten die Vorträge den Bogen von aktuellen Förderungen sowie dem „Green Deal“ der EU über batterie- und wasserstoffelektrische Antriebe zu tragfähigen Geschäfts- und Bezahlmodellen bis hin zum Einsatz von Elektromobilität im „Non-Road-Transport“-Sektor und Nutzfahrzeugbereich.


Die EL-MOTION als Trendsetter der Mobilitätswende


Claudia Hübsch, Expertin für nachhaltige Mobilität in der WKÖ: „Die EL-MOTION fand erstmals 2010 statt – lange vor dem bevorstehenden Durchbruch der Elektromobilität und dem aktuellen Boom der E-Fahrzeuge bei den Neuzulassungen. Fakt ist: Dieser Fachkongress hat mit seinem Themensetting über die vergangenen Jahre einen Grundstein für diesen Erfolg gelegt – auch weil Trends antizipiert wurden, anstatt ihnen hinterherzulaufen. Das gilt auch für die Arbeit der WKÖ: Wir wollen als Interessensvertretung den Unternehmern nachhaltiges und nachhaltig-erfolgreiches Wirtschaften ermöglichen – und dafür Wege aufzeigen und Hindernisse beseitigen. In diesem Punkt wirken die WKÖ und die EL-MOTION Hand in Hand.


Innovative Unternehmen mit EL-MO Award ausgezeichnet.


Erstmals wurden besonders innovative Unternehmen im Rahmen der EL-MOTION 2021 mit dem „EL-MO Award” (powered by FLOTTE und 1TRUCK.TV) prämiert. Hübsch: „Die Gewinnerprojekte haben national und international Vorbildcharakter bei der CO2-Reduktion, der Verbreitung der E-Mobilität, der dezentralen Energieversorgung sowie der effizienten Nutzung des Stroms aus der eigenen PV-Anlage. Diesen Innovationsgeist wollen wir fördern und damit auch andere Unternehmen motivieren.“ Überreicht wurden den Gewinnern die Urkunden und Awards von Bundesministerin Leonore Gewessler und WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf in einem Covid-19-gerechten Kamerastudio. ( www.elmotion.at/elmo-award)

Krisenjahr 2020: Positive Entwicklungen bei der E-Mobilität


Die Vertreter der Trägerorganisationen reflektierten und diskutierten im Eröffnungspanel unter anderem das aktuelle Regierungsprogramm und seine ambitionierten Ziele, das Potenzial der Mobilitätswende als Job- und Wirtschaftsmotor, den Durchbruch bei den E-Auto-Zulassungszahlen sowie aktuelle Herausforderungen für Städte als Betreiber des Öffentlichen Personennahverkehrs, die durch das geänderte Fahrgastaufkommen in der Corona-Krise vor finanzielle Herausforderungen gestellt werden.

Ambitionierte Ziele erfordern konsequentes Handeln.

Hans-Jürgen Salmhofer, Leiter der Abteilung Mobilitätswende und Digitalisierung im Bundesministerium für Klimaschutz (BMK) betonte, dass sich die Österreichische Bundesregierung mit dem Erreichen der Klimaneutralität bereits im Jahr 2040 ein sehr ambitioniertes Ziel gesetzt hat. Im Bereich der Antriebstechnologien wird dazu natürlich auf emissionsfreie Antriebe, allen voran Elektromobilität mit erneuerbaren Energien gesetzt: „Die Entwicklung der Neuzulassungen bei den E-Fahrzeugen im krisengeschüttelten Jahr 2020 war positiv – trotzdem ist zu beobachten, dass Österreich im internationalen Vergleich zurückgefallen ist und wir weiterhin konsequent das Thema Elektromobilität als
Beitrag zur Mobilitätswende forcieren müssen.“, so Salmhofer.

Mobilitätswende: Großes Potenzial für Arbeitsmarkt und Wirtschaft.



Dazu erarbeitet das BMK derzeit den Mobilitätsmasterplan 2030 für Österreich, der den neuen Klimaschutz-Rahmen für den Verkehrssektor vorgeben wird. „Gemeinsam mit der österreichischen Wirtschaft wollen wir die Elektromobilität zu einem win-win-Kapitel, sowohl als Beitrag zur Erreichung der Klimaziele als auch zur Stärkung der österreichischen Betriebe machen.“, erklärte Salmhofer. Die neulich vorgestellte Studie E-MAPP 2 bestätigt, dass die E-Mobilität ein absoluter Job- und Wirtschaftsmotor für Österreich ist: „Bis 2030 könnten allein in der Automobilbranche über 7000 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen und ein Zuwachs von 20% bei der Wertschöpfung erreicht werden. Dazu kommen weitere positive wirtschaftliche Effekte durch die Produktion, Errichtung und den Betrieb von E-Ladestationen.“

Covid-19 bringt Städte und Gemeinden unter Druck



Thomas Weninger, Generalsekretär des Österreichischen Städtebundes, stellte fest: „Tatsache ist, dass es durch die Lockdowns vorübergehend zu einer Reduktion der Verkehrsmengen und damit zu einer Verbesserung der Luftqualität gekommen ist. Die Menschen sind aber auch vermehrt mit dem PKW unterwegs. Somit sind 2020 die Fahrgelderlöse der öffentlichen Verkehrsmittel um durchschnittlich 60% eingebrochen. Hinzugekommen ist der Umstand, dass die städtischen Verkehrsunternehmen Kurzarbeit im Vergleich zu Privaten nicht beanspruchen durften.“

Einzelne Städte müssten aufgrund der angespannten finanziellen Situation bereits den Sparstift bei Investitionsprojekten in die Öffi-Infrastruktur ansetzen. „Um hier aktiv gegensteuern zu können, muss gewährleistet sein, dass die Städte über die EU-Recovery and resilience facility (‚Aufbau und Resilienzfazilität‘, RRF) Mittel abrufen können!“ so Weninger weiter. „Die Europäische Kommission will, dass 37% der Mittel in ‚grüne‘-Maßnahmen im Bereich der urbanen Mobilität investiert werden: Es geht also um 930 Mio. € für nachhaltige Mobilität in Österreichs Städten!“ so Generalsekretär Weninger. Auch die EU-Richtlinie zur Beschaffung sauberer Straßenfahrzeuge (Clean Vehicles Directive) wird Städte ab Mitte 2021 mit zusätzlichen Investitionsbedarfen konfrontieren. „Zur Umsetzung der Richtlinie zur Beschaffung sauberer Straßenfahrzeuge benötigen wir jedenfalls eine Kompensation durch eine entsprechende Bundesförderung“, so Weninger. „Das 123-Klimaticket wird einen wichtigen Beitrag dazu leisten, den öffentlichen Verkehr attraktiver zu machen. Der Städtebund fordert beim 123-Ticket neben einer Abgeltung der Mindererlöse auch einen Ausgleich des Bundes für Folgekosten, wie Öffi-Infrastrukturen und Kapazitätsausweitungen, die die Städte bei stark steigender Nachfrage alleine nicht mehr finanzieren werden können“, so Weninger abschließend.



E-Mobilität ist allen Anforderungen einer modernen Gesellschaft gewachsen



Finanzielle Unterstützung in Form von Förderungen sind ein wirksames Instrument, um den Markt zu beleben und nachhaltige Verhaltensänderungen beim Mobilitätsverhalten zu etablieren. Der Klima- und Energiefonds ist seit seiner Gründung 2007 ein relevanter „Enabler“ der Mobilitätswende in Österreich. Das Erfolgsrezept lautet: Von der Forschung in den Markt. So unterstützt er mit seinen Förderungen zum einen die Innovationskraft der heimischen Automotive-Branche, zum anderen aber auch, dass E-Mobilität ganz selbstverständlich im Alltag integriert wird. „Unser Ziel ist es, mit unserem Programm ,E-Mobilität in der Praxis‘ Hürden abzubauen. Wir wollen zeigen, dass E-Mobilität keine Zukunftsmusik mehr ist, sondern allen Anforderungen einer modernen, mobilen und nachhaltigen Gesellschaft und Wirtschaft gewachsen ist“, erklärte Klima- und Energiefonds Geschäftsführer Ingmar Höbarth.

Gleich zwei Projekte, die der Klimafonds fördert, traten im Rahmen der EL-MOTION den Beweis an: die Projekte „e-Kommunal Genial!“ und „KlimaEntLaster“. Höbarth: „Beide Projekte zeigen: die Zukunft der Mobilität ist vielfältig. Nutzfahrzeuge treten in Weiz-Gleisdorf den Beweis an, dass Kommunen auf E-Mobilität setzen können. Und Transportfahrräder werden das Stadtbild in den nächsten Monaten prägen. So werden Erfahrungen gesammelt und vor allem Begeisterung für klimafitte Mobilität geschürt!“



Hübsch (WKÖ): „Brauchen mehr Mut in der Wasserstoffpolitik“



Abschließend strich Hübsch (WKÖ) nochmals die erreichten Erfolge hervor. Dabei betonte sie unter anderem die Abschaffung der PV-Eigenstromsteuer ab 2020 sowie die Gleichstellung des Gewerbes mit der Landwirtschaft bei der Förderung von PV-Anlagen, die heuer umgesetzt wurde sowie das „right to plug“ in Mehrparteienhäusern und Gemeinschaftsgaragen, das heuer festgeschrieben werden soll. „All dies wurde in den vergangenen Jahren auf der EL-MOTION diskutiert und ist jetzt Realität bzw. befindet sich gerade in Ausarbeitung“. Allerdings gäbe es nach wie vor offene Themen: „Mir fehlt derzeit etwas der Mut bzw. der große Wurf in der Wasserstoffpolitik. Viele Unternehmen bauen auf die Verfügbarkeit von erneuerbarem Wasserstoff, doch die H2-Strategie tritt aktuell auf der Stelle. Dabei brauchen wir in Zukunft gerade im Güterverkehrsbereich neben der E-Mobilität für die regionale Verteilung eine Alternative in Form des Brennstoffzellenantriebs.“, so Hübsch.



Erstmals wurde 2021 der EL-MO Award verliehen!



Begleitet wurde der Fachkongress von einer umfangreichen erstmals auch digitalen Begleitausstellung mit Messeständen und Exponaten zu elektrischen Nutz- und Flottenfahrzeuge von HyundaiKIAFiat,… sowie Dienstleistungen und Produkten von ZiehlAbeggABBSiblikBenderÖsterr. StädtebundEVABda emobilSchrack TechnikBMKklima aktiv mobilKlimafondsBIEM.atAlphabetSiemensHeavy PedalsBEM e.VHellermann Tyton ….

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